die jurisprudenz kann dieser tage wahrlich nicht über mangelnde beschäftigungsfelder klagen. allüberall wird geklagt, gerichtert, vor dem kadi gezogen, untersuchungsgeausschußt und die gerichtsbänke durchgewetzt. daraus scheint sich schön langsam ein regelrechter sport zu entwickeln, ein richterlicher sport, man verwechsle das nicht mit einem ritterlichem sport. das ist was ganz anderes. bloß schade halt, daß man nicht selbst plädoyers halten kann, dann würde sich das ganze in einen rethorikwettbewerb hinentwickeln. das hätte zumindest witz und würde die sprachlichen ausdrucksformen der p.t. herr- und damschaften entscheidend heben. hatte sich doch vor kurzem der italienische ex nationaltrainer über die sprachlichen mangelqualitäten seiner schutzbefohlenen echauffiert nebst ihrer ungehobletheit im allgemeinen. und was den hochbezahlten fußballkickern recht, das ist dem gaffenden publikum billig. also geht unser extrainer auch bei diesen von rethorischen mangelerscheinungen aus. also rethorikexpreßkurse via gerichtsplädoyers für alle.als primäres unterfangen, auf den weg dorthin gilt es, mißverständnisse aus den weg zu räumen. fangen wir damit an: das grundsätzlichste mißverständnis im verständnis mit der jurisprudenz ist adss verwechseln von recht und gerechtigkeit. obwohl vom wortstamm her und von der sprachlichen wurzel gleich , meinen doch beide begriffe verschiedenes. als beispiel diene ein nahezu klassischer fall. da streitet ein gartenbesitzer mit seinem um dessen viel zu hoihen baum, der jenemlicht und aussicht versperrt. man wird sich, trotz der nichtvorhandenen versuche nicht einig und zieht vor gericht. so, und was passiert jetzt? jetzt versucht jeder der streitparteien, den richter cvon der richtigkeit seiner persönlichen version zu überzeugen und sich damit gerechtigkeit zu verschaffen, da er ja unrecht behandelt wurde bzw. wird. gerechtigkeit wird das nie und nimmer. jeder versucht nur, seine version seiner persönlichen wahrheit sich vom obersten schiedsrichter sanktionieren lassen und damit dem anderen zu sagen: "siest du, ich habe doch recht!" und vizeversa. der richter aber, nimmt diesen individuellen fall und untersucht, ob es in dieser sache ein gesetz gibt, oder einen ähnlich gelagerten fall, um anhand von denen zu unterscheiden. er trifft keine allgemeine aussage (zumeist halt), sondern nur eine, diesen ganz konkreten fall betreffend. aus diesem grund fallen gerichtsurteile auch häufig anders aus, als das, was der gemeine menschenverstand in dieser sache als gerecht empfände. das recht ist also ein aktiver prozeß, der einen konkreten fall auf seine rechliche lage hin prüft und daraus seine entscheidung bezieht. gibt es keine rechtliche lage, so muß meistens auch das urteil ausbleiben, auch wenn es gehörig ungerecht erscheint.
gerechtigkeit aber ist eine beschreibung eines zustandes eines größeren ganzens. meist meint man ein mehrere zusammenlebende personen oder ein ganzes volk. unser verständnis von gerechtigkeit basiert auf einer art gleichgewichtssystem, in der jeder seinen angestammten platz finden und diesen auch behalten darf. willkürliche verschiebungen innerhalb dieses systems werden als ungerecht empfunden. wenn z.B. ein familienmitglied bzw. eine ganze volksgruppe ausgestoßen oder nicht anerkannt wird, bezeichnet man das meist mit dem ersten impuls als ungerecht. in diesem fall hilft es meist wenig, wenn ein schiedsrichter daherkommt, und mittels urteile eine der parteien zur raisson bringen will. nicht daß er das nicht tun soll, nein, er ist sogar dazu verpflichtet, wenn es die gesetzeslage erlaubt, sonst würden wir in der anarchie, also recht des stärkeren, landen. aber er kann dabei nur eine art pattstellung erreichen. wirkliche gerechtigkeit kann sich nur dann einstellen, wenn das gleichgewicht wieder hergestellt ist, und das setzt einsicht und demut voraus. zwei rar gewordene tugenden. erst wenn alle parteien einsehen, was sie da gerade tun, und dies dann ändern, kann sich gerechtigkeit einstellen. daher sieht man auch die schutzgöttin der gerechtigkeit mit verbundenen augen und einer pendelwaage, die das gleichgewicht anzeigt.
gerechtigkeit aber ist eine beschreibung eines zustandes eines größeren ganzens. meist meint man ein mehrere zusammenlebende personen oder ein ganzes volk. unser verständnis von gerechtigkeit basiert auf einer art gleichgewichtssystem, in der jeder seinen angestammten platz finden und diesen auch behalten darf. willkürliche verschiebungen innerhalb dieses systems werden als ungerecht empfunden. wenn z.B. ein familienmitglied bzw. eine ganze volksgruppe ausgestoßen oder nicht anerkannt wird, bezeichnet man das meist mit dem ersten impuls als ungerecht. in diesem fall hilft es meist wenig, wenn ein schiedsrichter daherkommt, und mittels urteile eine der parteien zur raisson bringen will. nicht daß er das nicht tun soll, nein, er ist sogar dazu verpflichtet, wenn es die gesetzeslage erlaubt, sonst würden wir in der anarchie, also recht des stärkeren, landen. aber er kann dabei nur eine art pattstellung erreichen. wirkliche gerechtigkeit kann sich nur dann einstellen, wenn das gleichgewicht wieder hergestellt ist, und das setzt einsicht und demut voraus. zwei rar gewordene tugenden. erst wenn alle parteien einsehen, was sie da gerade tun, und dies dann ändern, kann sich gerechtigkeit einstellen. daher sieht man auch die schutzgöttin der gerechtigkeit mit verbundenen augen und einer pendelwaage, die das gleichgewicht anzeigt.
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