
und sie rannten wieder, hechelten, schwitzen für die höhere ehre. die läufer, die alljährlich ihrem griechischen vorbild nacheifern und ein pendant der berühmten strecke von marathon nach athen nachlaufen. in diesem fall verläßt die strecke die hauptstadt wien nicht. auch wird eine lebenswichtige nachricht übertragen, wie damals, als ddie perser vor marathon geschlagen wurden. nein, es geht den läufern um des laufens willen. ziel ist es, den asphaltwurm in möglichst kurzer zeit hinter sich zu lassen.
das ist zwar einigermaßen seltsam, heißt es doch, die natur verfolge das prinzip der energieeffizienz (möglichst viel nutzen durch möglichst wenig einsatz), doch scheint dieses naturprinzip für die spezies humanitas nicht zu gelten. wie auch immer. man lief also um die wette, inmitten der stadt. man zählte eine rekordbeteiligung an startern, eine erkleckliche anzahl an interessierten zuschauern und ja sogar das wetter spielte mit, sonnenschein, aber erträgliche temperaturen. alles eitel wonne, möchte man meinen. mitnichten. die veranstalter gaben sich sehr betrübt, ob der tatsache, der streckenrekord war zu keiner zeit in gefahr. was war passiert? die spitzengruppe beobachtet sich gegenseitig. niemand wollte alleine davonziehen und dadurch den sieg verspielen (eigentlich vernünftig und verständlich) aber das kostete halt dann die entsprechende zeit. dem sieger wars offensichtlich egal, dem veranstalter nicht.
die rede war, wenn nicht rekorde fallen, würde die weltöffentlichkeit keine notiz von der sache bzw. veranstaltung nehmen. keine notiz? rekordbeteiligung an startern? nun, ich gebe zu, mir ist derartiges schleierhat. die beanstandung betrifft eine nüchterne, abstrakte zahl, nochdazu aus einem der vergangenen jahre. und das soll referenz für das sein hier und heute sein? gilt das eigentlich für die starter auch? ihre zahl vom vorhergehnden jahr zu unterbieten? diesen spaßfaktor verstehe ich nicht. ich messe den spaß, je niederer die zeit, desto höher der spaß. das dünkt mich ein praktischer, merkantiler zusammenhang. das läßt sich ausbauen: je höher der preis (eines gewünschten gegenstandes) desto höher der spaß (damit).
das spielerische moment scheint keinen platz in diesen einfachen gleichungen zu haben. und in der tat wird es einfach ersatzlos gestrichen. nicht nur der sport weiß ein lied davon zu singen: es zählt nur der sieg, egal wie er zustande kam, auch kunst un kultur scheinen davon infiziert. wichtig ist, wenn jemand darüber berichtet. ein film ist nur dann gut, wenn dieser einen, besser mehrere, preis gewonnen hat.
bezichtigen und gegenfragen, welche wir befinden uns also in einer leistungsgesellschaft. wenn jemand noch davon redet, die aktuelle zivilisation sei eine spaßgesellschaft, kann man diesem getrost der unwahrheitabsichten er mit dieser verschleierungsstrategie verfolge. von dieser warte aus gesehen, hat jeder beobachter einen leichten stand. es ist ein einfaches, zwischen gewinnern und verlieren, zwischen erfolgreichen und erfolglosen zu unterscheinen. richtmarken sind immer abstrakte zahlen. der interessierte braucht nur zu wissen, ob in der jeweiligen disziplin nun eine höhere zahl gewinnt oder eine niedere. so einfach ist das.
die rede war, wenn nicht rekorde fallen, würde die weltöffentlichkeit keine notiz von der sache bzw. veranstaltung nehmen. keine notiz? rekordbeteiligung an startern? nun, ich gebe zu, mir ist derartiges schleierhat. die beanstandung betrifft eine nüchterne, abstrakte zahl, nochdazu aus einem der vergangenen jahre. und das soll referenz für das sein hier und heute sein? gilt das eigentlich für die starter auch? ihre zahl vom vorhergehnden jahr zu unterbieten? diesen spaßfaktor verstehe ich nicht. ich messe den spaß, je niederer die zeit, desto höher der spaß. das dünkt mich ein praktischer, merkantiler zusammenhang. das läßt sich ausbauen: je höher der preis (eines gewünschten gegenstandes) desto höher der spaß (damit).
das spielerische moment scheint keinen platz in diesen einfachen gleichungen zu haben. und in der tat wird es einfach ersatzlos gestrichen. nicht nur der sport weiß ein lied davon zu singen: es zählt nur der sieg, egal wie er zustande kam, auch kunst un kultur scheinen davon infiziert. wichtig ist, wenn jemand darüber berichtet. ein film ist nur dann gut, wenn dieser einen, besser mehrere, preis gewonnen hat.
bezichtigen und gegenfragen, welche wir befinden uns also in einer leistungsgesellschaft. wenn jemand noch davon redet, die aktuelle zivilisation sei eine spaßgesellschaft, kann man diesem getrost der unwahrheitabsichten er mit dieser verschleierungsstrategie verfolge. von dieser warte aus gesehen, hat jeder beobachter einen leichten stand. es ist ein einfaches, zwischen gewinnern und verlieren, zwischen erfolgreichen und erfolglosen zu unterscheinen. richtmarken sind immer abstrakte zahlen. der interessierte braucht nur zu wissen, ob in der jeweiligen disziplin nun eine höhere zahl gewinnt oder eine niedere. so einfach ist das.
1 Kommentar:
So ein fach SCHEINT es.
Ein gesellschaftlicher Status muss nicht unbedingt der momentanen Situation entsprechen. Um einen Brand zu löschen ist ein altgedienter Feuerwehrmann sicherlich besser geeignet als ein Chirurg. Wenn aber der Feuerwehrmann aufgrund seiner Wichtigkeit im Brandfalle glaubt, generell die Vorfahrt zu haben, ist sein Statusdenken sicherlich deplatziert. Solche alltäglichen Starrheiten führen zu Missverständnissen und Rangeleien. Sie fördern durch ihren Irrtum Neid und Aggressionen.
Wer seinen Besitz demonstriert und darum erbittert kämpft, gilt in unserer Gesellschaft als erfolgreich. Kampf und Ringen, um den eigenen Vorteil und das damit zusammenhängende Einkommen finden als Leistung allgemeine Anerkennung. Erfolg zu haben, bedeutet angesehen zu sein. Deshalb sind Neid und aggressive Durchsetzung auch die Folge der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einer Leistungsgesellschaft. Es geht heute nicht mehr darum, die eigene Existenz zu sichern, sondern den eigenen Status zu erhalten oder zu verbessern. Den Mitteln, diese Ziele zu erreichen sind weniger Grenzen gesetzt denn je. Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft kommen im Zusammenleben sicher vor, sind aber unrealistische Vorstellungen von der Basis unserer Beziehungen. Sie werden relevant, nachdem die eigenen Bedürfnisse erfüllt sind. Diese gegenseitige Achtlosigkeit verwechseln wir mit Freiheit und übersehen dabei, dass wir über unser Statusdenken eine enorme gegenseitige Kontrolle ausüben. Zu glauben, wenn sich keiner um den anderen schert, lässt es sich frei beweglich leben, ist ein Irrtum. Tatsächlich funktioniert die gegenseitige Aufmerksamkeit da, wo sie besonders hinderlich ist: Wo der Einzelne sich etwas erlaubt, was keinem anderen schadet, aber ungeheuren Neid erzeugt. Zitat aus: Bistdufrei.de - Bedienungsanleitung für die persönliche (R)Evolution
Herzliche Grüße Martin Fickinger
Martin.Fickinger@bistdufrei.de
http://www.bistdufrei.de
http://vorleser.blog.de
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